
Athleten des Thai-Box Club Singen behaupten sich in Zürich, Hannover und im Wallis
Valdet Gashi, einer der Top-Athleten des Thai-Box Clubs Singen, kommt rechtzeitig vor dem wichtigsten Kampf seiner bisherigen Karriere richtig auf Touren. In Zürich auf der Natthapong Gala besiegte Gashi am Samstag, 08. November den amtierenden Thaibox-Europameister und dreifachen Schweizer Meister Gerry Weber (Basel) durch Abbruch in der zweiten Runde. Dieser Kampf gegen den Europameister war noch einmal ein wichtiger Test, bevor Valdet Gashi am 13. Dezember gegen die Thaibox-Legende Nung Ubon Sit Lerchai antreten wird. Nung Ubon ist vierfacher Lumpini-Champion und gilt als einer der zehn besten Muay Thai Kämpfer Thailands. Der Kampf wird in der JACO-Arena in Bamberg stattfinden, in der kürzlich Arthur Abraham vor 6000 Zuschauern seinen Weltmeistertitel im Boxen verteidigt hat.
Während der restlos ausverkauften Muay Thai Gala in Zürich stiegen vom Thai-Box Club Singen auch Mohesen Moradian und Sebastian Harms-Mendez in den Ring. Der zweifache Deutsche Juniorenmeister Moradian schickte zur Freude der zahlreichen Singener Fans seinen Gegner Güney Gedik gegen Ende der ersten Runde mit einer spektakulären gedrehten Ellenbogentechnik zu Boden. Gedik, Schweizer Meister 2007 und offenbar hart im Nehmen, kämpfte in den darauffolgenden Runden jedoch beherzt weiter. Die beiden lieferten sich eine hochkarätige Ringschlacht, die am Schluss von den Punkterichtern als unentschieden bewertet wurde.
Pech hatte Sebastian Harms-Mendez, der gegen den Lokalmatador Bashkim Selmani vom Natthapong Gym um den „Superfight“-Championtitel kämpfte. In der ersten Runde schien es, als könne der bisher ungeschlagene Harms-Mendez seine beeindruckende Erfolgsserie fortsetzen. In der zweiten Runde wurde er jedoch eiskalt von einem „Lucky Punch“ genau an der Kinnspitze erwischt, der den Kampf vorzeitig beendete.
Auch ein vierter Singener Top-Kämpfer schlug sich am Wochenende wacker – allerdings einige hundert Kilometer weiter nördlich, in Hannover. Hubert Romankiewicz kämpfte beim Deutschland-Finale um das überaus begehrte Ticket für den King’s Cup in Thailand, das bedeutendste Thaibox-Turnier der Welt. Romankiewicz hatte kürzlich in Neuss die Qualifikation für das Finalturnier knapp verpasst, rutschte nun aufgrund eines Kämpferausfalls aber doch in die hochkarätige Endrunde der besten Acht. Durch eine knappe Punkteniederlage gegen den späteren Gesamtsieger, Berat Aliu vom Chorakee Gym Trier, verpasste er das Ticket für Thailand nun allerdings endgültig.
Eigentlich hätte sich Thaibox-Trainer Ralf Hasenohr dreiteilen müssen. Denn außer in Zürich und in Hannover mischten seine Kämpferinnen und Kämpfer auch in Oberwald/Wallis kräftig mit. Die Singener traten dort nach den Regeln des Sanda-Boxens an, der chinesischen Kickboxvariante. Einer der Höhepunkte war der Aufgabesieg der erst 15-jährigen Ina-Faye Bartikowski vom Thai-Box Club Singen gegen die 26-jährige Laura Sonnentrücker vom Black Panter Gym. Ina-Faye deckte ihre Gegnerin so stark mit Treffern ein, dass diese zur zweiten Runde nicht mehr antrat.
Ebenfalls vorzeitig durch Aufgabe in der ersten Runde beendete der Singener Timo Joos seinen Kampf gegen Meikel Steffen vom Shaolin Kung Fu Zürich. Enrico Lauricella musste einer höheren Gewichtsklasse starten, da sein Gegner nicht antrat. Den Kampf gegen den sechs Kilo schwereren Gegner verlor er dann sehr knapp nach Punkten.
Ausserdem waren im Wallis noch einige Newcomer des Thai-Box Club Singen am Start, die ihre ersten Kampferfahrungen sammelten. Obwohl die Singener Nachwuchskämpfer und Kämpferinnen gegen wesentlich erfahrenere Gegner antraten, zeigten sie hervorragende Leistungen, wobei Valdrin Gashi (der jüngere Bruder von Valdet Gashi), Ludmila Alirovea und Samira Aliroeva auch Siege verbuchen konnten.
Zeit für Siegesfeiern blieb allerdings nicht. Der Singener Tross zog sofort wieder über die Alpen, um am Abend die Vereinskameraden in Zürich unterstützen zu können.








