

Muay Thai Khan-Prüfungen
Die Ausbildung nach dem Khan-Prüfungsprogramm
ist
für jeden geeignet und bringt folgende Vorteile:
- Schüler, die nicht daran interessiert sind Wettkämpfe auszutragen, kriegen über dieses Ausbildungsprogramm einen anderen Zugang zu der thailändischen Kampfkunst, wobei sie unter anderem auch viel profitieren können hinsichtlich dem Erlernen von Selbstverteidigungstechniken.
- Aktive Wettkämpfer die ihren Horizont, hinsichtlich neuer Techniken, Prinzipien und Strategien erweitern wollen.
- Thai-Box Lehrer, die ihr technisches Wissen erweitern wollen, um so das Verständnis über das Muay Thai grundlegend zu erweitern.
- Kampfsportinteressierte aus anderen Kampfkünsten die etwas neues erlernen wollen und an einer fundierten und systematischen Ausbildung der traditionellen Kampfkunst Muay Thai interessiert sind.
Die Meisten kennen Muay Thai/Thaiboxen als harten Ringsport aus dem Fernsehen oder von Thaibox-Galas. Was viele aber nicht wissen, dass die Wurzeln des Thaiboxens, auf die traditionelle Kampf- und Kriegskunst namens Muay Boran zurückgehen.
Im Ring wird nur eine sehr begrenzte Anzahl des kompletten Repertoire des Muay Thai genutzt. Die traditionelle Kampfkunst Muay Thai besteht aber aus sehr viel mehr an Techniken, Strategien und Prinzipien, deren Effizienz ausser Frage stehen und sehr effektiv angewendet werden können, besonders auch zur Selbstverteidigung auf der Strasse.
Viele dieser Techniken stammen aus einer Zeit, als es noch keine Wettkampf-Regeln gab und die Techniken für militärische Zwecke zur Selbstverteidigung auf dem Schlachtfeld entwickelt wurden. Durch die Erfahrungen auf den blutigen und grausamen Schlachtfeldern Thailands bei den ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen gegen die Eindringlinge aus den Nachbarstaaten, wurde über Jahrtausende hinweg das Muay Thai zu einem aussergewöhnlichen und hocheffektiven Kampfsystem entwickelt und von Generation zu Generation weitergegeben.
Dank dem Muay Thai Prüfungsprogramm besteht die Möglichkeit das traditionelle Muay Thai systematisch in seiner grossen Vielfalt zu erlernen. Dieses Ausbildungs- und Prüfungsprogramm steht unter der Schirmherrschaft der IFMA/WMC und geniesst die Anerkennung des Ministeriums für Sport in Thailand.
Das Graduierungssystem im Muay Thai, beginnt beim 1. Khan (weisses Pajeat) und endet beim 16. Khan (Gold/Silber). Prüfungen dürfen nur von lizenzierten Prüfern abgehalten werden, welche die Prüfung zum 13. Khan mit Erfolg abgelegt haben.
Während in anderen asiatischen Kampfsportarten die Höhe der Graduierung an der Farbe des Gurtes zu erkennen ist, drückt sich im Muay-Thai die Höhe der Graduierung in der Farbe des Armbandes (Prajeat) aus. Das offizielle Muay Thai Khan-Prüfungsprogramm hat international Gültigkeit und wurde von der W.M.C./I.F.M.A. Muay Thai Education Commission in Thailand erarbeitet.
Jeder Sportler erhält einen internationalen W.M.C./I.F.M.A Sportpass der weltweit Gültigkeit hat. In diesen Pass werden alle Prüfungen, Wettkämpfe, Lizenzen und Lehrgänge eingetragen. Für bestandene Khan-Prüfungen gibt es eine offizielle W.M.C./I.F.M.A. Urkunde. Es ist keine Pflicht an Wettkämpfen teilzunehmen, um die Muay-Thai Khan-Prüfungen abzulegen.
Da Muay-Thai als thailändisches Kulturgut gilt, wird diese Kampfkunst vom thailändischen Staat besonders geschützt und gefördert. Zuständig für Khan Prüfungen im Muay-Thai ist die International Federation of Muay Thai Amateurs (I.F.M.A.) und das World Muay Thai Council (W.M.C.).
Die I.F.M.A. ist der Weltverband, der das zukünftig olympische Muay Thai repräsentiert und als einziger Muay Thai Verband weltweit die Anerkennung durch die GAISF (diese gehört zum I.O.C.) erhalten hat. Das W.M.C. ist der größte und aktivste Profi Muay Thai Weltverband, mit mehr als 110 Mitgliedsländern. Profi-Kämpfe des WMC im Muay Thai werden im Rajadamnern und Lumpinee Stadion, sowie weltweit durch zahlreiche Großveranstalter auf der ganzen Welt organisiert.