Mit einem K.o.-Sieg in der vierten Runde hat sich Enrico Lauricella vom Thai-Box Club Singen am 13. Dezember 2009 den Schweizer Meistertitel im Sanda (Chinese Boxing) erkämpft.
Lauricella, der sich erst im Februar 2009 in Österreich den Sanda-Europameistertitel geholt hat, kämpfte sich durch seine zahlreiche Einsätze in der Schweiz auch in der dortigen Rangliste bis ganz nach oben, sodass er nun als einziger Deutscher die Qualifikation zur Schweizermeisterschaft geschafft hat.
Gekämpft wurde in Bülach nach Profi-Regeln, das bedeutet ohne Schutzausrüstung. Die Kämpfe fanden auf einer traditionellen Lei-Tei Bühne statt. Sandakämpfe können entweder in einem klassischen Boxring oder auf einer Lei-Tei Bühne ausgetragen werden. Beim Kämpfen auf einer Lei-Tei Bühne, wie es in Bülach der Fall war, besteht neben dem Boxen, Kicken und Werfen noch die zusätzliche Option für den Kämpfer, den Gegner von der Bühne runter zu werfen und somit zusätzliche Punkte zu holen. Damit sich die Athleten dabei nicht verletzen, ist die 60 cm hohe Bühne mit Weichbodenmatten gesichert.
Nach dem Sieg in Bülach im Titelkampf gegen Andreas Schläppi von der Sung Long Meng-Schule Muri, kann sich Lauricella nun neben dem Europameistertitel auch mit dem Schweizermeistertitel schmücken.
Auf den Lorbeeren ausruhen kann sich der Singener Thai-Boxer jedoch nicht: Im März 2010 wird ihn sein Trainer Ralf Hasenohr mit nach Hongkong nehmen, wo ein grosses Turnier gegen die Sanda-Elite Chinas stattfinden wird.
Das Turnier in Hongkong wird eine besonders grosse Herausforderung für den Singener Top-Kämpfer:
In China ist das Sanda ein Sportfach beim Militär und an den Universitäten mit über 10 Millionen Aktiven. Durch die Teilnahme an diesem Turnier in China eröffnet sich für den Singener Athleten die Chance, sich in der chinesischen Kampfszene zu etablieren und sich in China einen Namen zu machen.





